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Heizen mit Holz

Heizen mit Holz ist im Prinzip ganz einfach. Hier einige Tips:
  • Allgemein
    • Die Restfeuchte des Holzes sollte max 15 – 20% betragen. Generell geht man davon aus, daß Holz, das ca. 2 Jahre lagerte, problemlos verfeuert werden kann.
    • Die Holzstücke sollten Unterarmstärke haben und max. 35 cm lang sein.
    • Holz ist am besten im freien, gegen Regen geschützt, zu lagern. Idealerweise Südseite.
    • Verwenden Sie bei Kaminöfen am besten Weichholz oder Holzbriketts.
  • Und so zünden Sie an:
    • Schichten Sie kleineres und mittleres Holz, ca. 2 - 2,5 kg, versetzt im Quadrat übereinander (1 Kg Holz = ca. 3-4 kW je nach Holzart).
    • Legen Sie einen oder zwei Anzünder unter die oberste Holzlage und zünden Sie an.
    • Öffnen Sie Primär- und Sekundärluftschieber, ziehen Sie ggf. den Aschekasten etwas heraus oder öffnen Sie die Tür einen Spalt.
    • Sobald das Feuer „richtig brennt“ (hört und sieht man) kann der Aschekasten hinein geschoben bzw. die Tür geschlossen werden. Das kann je nach Witterung bis zu 20 Minuten dauern.
    • Mit dem Primärluftschieber können Sie jetzt den Zug regeln. Bei manchen Ofentypen sollte die Primärluft immer etwas geöffnet sein, sonst kann es zu Verpuffungen kommen.
    • Der Sekundärluftschieber (die Scheibenspülluft) sollte immer geöffnet sein.
  • Temperatur regeln
    • die Temperatur kann nur durch mehr oder weniger Holzauflage geregelt werden. Die Formel könnte man so fassen:
      Viel Holz und viel Sauerstoff = hohe Flamme, hohe Temperatur
      Wenig Holz und geringer Sauerstoff = niedrige Flamme, niedrige Temperatur
  • Beachten Sie bitte:
    • Ein Kamin- oder Kachelofen ist ein Teil eines Zugsystems. Das Wichtigste daran ist der Kamin.
    • Folgen eines zu starken Kaminzugs können z. B. sein:
      • Die Scheiben werden sehr schnell schwarz.
      • Es wird zuviel Holz benötigt
      • Die Heizleistung ist ungenügend
      • Die Schamotte im Brennraum springen aufgrund der zu hohen Temperatur.
    • Folgen eines zu schwachen Kaminzugs können z.B. sein
      • Die Scheiben werden sehr schnell schwarz (durch z. B. Flocken im Brennraum)
      • Die Heizleistung ist ungenügend, der Ofen kommt nicht auf Temperatur
    • Bei Problemen mit dem Kaminzug sollte immer zuerst der Schornsteinfeger gefragt werden. Er ist für den ordnungsgemäßen Zustand des Kamins verantwortlich. Er ist auch derjenige der geeignete Maßnahmen empfehlen kann. So z.B. ob der Einbau einer Zugdrosselklappe bei zu starkem Zug erforderlich oder eine Kaminerhöhung bei zu geringem Zug.
    • Die meisten Kaminöfen sind nicht für den Dauerbetrieb (rund um die Uhr-Betrieb) geeignet. Ist er dennoch laufend in Betrieb leidet die Lebensdauer.
    • Ein Kamin- oder Kachelofen benötigt nur beim ersten Feuer die genannten 2-2,5 kg Holz. Dann reichen normalerweise 1-2 Holzscheite um die Temperatur zu halten. Legen Sie mehr Holz auf, und brennen Sie immer volle Power, leidet der Brennraum. Die Folge: gebrochene Schamotte, verbogene Roste, schnellerer Verschleiß.
    • Quillt eine schwarzbraune Flüssigkeit (Holzteer) aus den Rohren müssen Sie dringend mehr Sauerstoff ans Feuer geben. Holzteer entsteht immer nur beim Verbrennen von Holz unter Ausschluß von Sauerstoff. Also, Luftschieber auf und ggf. auch die Türe noch länger offen stehen lassen ( allerdings reichen meist die schon angegebenen 20 Minuten).  

Die Heizenergie von Holz ist unterschiedlich. U.E. ist es falsch zu behaupten nur Hartholz sei gut. Viele Kunden machen mit Weichholz sehr gute Erfahrung. Manche Hersteller empfehlen Weich- und Hartholz zu mischen im Verhältnis ca. 60:40.  Hier finden Sie eine Übersicht über den Heizwert verschiedener Holzarten, dann können Sie selbst entscheiden.


(Quelle: www.cera.de)