Kein anderes Thema sorgte bei Kaminöfen für so viel Verwirrung wie das Thema Feinstaub. Bedauerlicherweise sorgt auch die Werbung mancher Ofenanbieter für noch mehr Durcheinander. Lesen Sie hier um was es wirklich geht. Hier die Fakten:
Preiswerter Klimaschutz
Heizen mit Scheitholz ist sparsam.(siehe Tabelle 1). Holz ist die preisgünstigste Energie:
| Brennstoff |
Menge |
entspricht in kWh |
Preis |
| Heizöl |
ca. 1000 ltr. |
ca. 10.000 kWh |
535,-€ |
| Erdgas |
ca. 1000 m³ |
ca. 10.000 kWh |
630,-€ |
| Buchenholz |
ca. 2.500 kg |
ca. 10.000 kWh |
425,-€ |
Heizwert Buche: 4kW/h (10.000,0 kW/h / 4kWh/kg = ca. 2.500,0 kg) Holzpreis:ca. 85,-€/Raummeter(=ca. 500,0 kg) - aufgespalten und zersägt (Tabelle 1: Angegebene Preise können im Einzelnen differieren. Angaben ohne Gewähr. Stand Juli 09) Holz heizen ist CO2-neutral und somit ein Beitrag Umwelt.  (Bild 1: Vergleiche der CO2-Emissionen verschiedener Heizungssysteme - Quelle: Öko-Institut, Gemis 4.0)
Mit Holz heizen Sie also richtig!
Staub (Feinstaub), Emmissionen
Neue Öfen
Natürlich entsteht beim Heizen mit Holz Staub, auch Feinstaub. Entscheidend ist aber doch, in welchen Mengen! Alle unsere Produkte entsprechen schon heute der neuen BimSCHV, die seit März 2010 in Kraft tritt und die einen Feinstaubwert von weniger als 75 mg/Nm³ bis Ende 2013 vorsieht sowie anschließend, ab 2014, einen Wert unter 40mg/Nm³. Wenn Sie also jetzt einen neuen Kaminofen kaufen, können Sie guten Gewissens die gemütliche Wärme genießen und Heizkosten sparen. Neue Öfen benötigen keinen Feinstaubfilter ! Solange die oben aufgeführten Werte erreicht werden, ist das völlig unnötig. Der massive Einsatz von Werbung für Feinstaubfilter hat nur den Hintergrund von Produktmängeln abzulenken.
Problem „alte“ Öfen
Bei sehr alten Öfen für feste Brennstoffe (z.B. Kohleöfen) weiß man oft nicht, wieviel Staub emittiert wird. Staubmessungen waren früher nicht üblich bzw. nicht möglich. Wahrscheinlich aber tragen diese sehr alten Öfen zu mehr als 70% zu den Gesamtemissionen aller Öfen bei. Deshalb gilt folgende Übergangsregelung für alte Öfen: Kaminöfen, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung (BimSCHV, gültig seit März 2010 ) errichtet und in Betrieb genommen wurden, dürfen nur weiter betrieben werden, wenn nachfolgende Grenzwerte nicht überschritten werden: • Staub: 150 mg/Nm³ • CO: 4.000 mg/Nm³ Der Nachweis über die Einhaltung der Grenzwerte kann wie folgt geführt werden: • durch Vorlage einer Prüfstandsmeßbescheinigung des Herstellers • durch eine Messung durch einen Schornsteinfeger Kann ein Nachweis über die Einhaltung der Grenzwerte bis einschl. Dez. 2013 nicht geführt werden, sind bestehende Kaminöfen in Abhängigkeit des Datum auf dem Typenschild zu folgenden Zeitpunkten mit einer Einrichtung zur Reduzierung der Staubemissionnen nach dem Stand der Technik nachzurüsten oder außer Betrieb zu nehmen.
Zeitpunkt der Typenprüfung (lt. Typenschild) |
Zeitpunkt der Nachrüstung bzw. Außerbetriebnahmen |
| bis einschl. 31.12.1974 oder Jahr der Typenprüfung nicht mehr feststellbar |
31.12.2014 |
| 01.01.1975 - 31.12.1984 |
31.12.2017 |
| 01.01.1985 - 31.121994 |
31.12.2020 |
| 01.01.1995 - 21.03.2010 |
31.12.2024 |
(Tabelle 2: Quelle: Erste Verordnung zur Durchführung des Bundesimmisionschutzgesetzes_BIMSCHV)
Von Folgemaßnahmen betroffen sind zunächst also nur Öfen die älter sind als 35 Jahre!!
Nachweise für den Kaminkehrer
Jeder Kaminofen besitzt auf der Rückseite ein Typenschild auf dem alle Daten eingraviert sind. Diese Daten übernimmt der Kaminkehrer in sein Abnahmeprotokoll bei seiner Feuerstättenschau zu Beginn der Inbetriebnahme des Kaminofens. Sie erhalten von ihm ein schriftliches Protokoll der Abnahme, damit ist der dauerhafte Betrieb gewährleistet
Hier finden Sie technische Daten (Feinstaubwerte) einzelner Öfen
Der HKI (Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V.) bietet seinen Mitgliedern (u.a. Herstellern von Kamin- und Pelletsöfen) die Möglichkeit die Datenblätter aller seiner Produkte in einer Datenbank einzustellen. Wenn Sie das nachstehende Bild anklicken gelangen Sie auf die Seite des Verbandes. Geben Sie den Hersteller ein sowie das Modell und Sie erhalten sofort die gewünschte Information. 
Diese Hersteller finden Sie (noch) nicht in der HKI Datenbank:
(Wenn Sie auf das Logo klicken könenn Sie die Daten als PDF herunterladen)
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